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Reha-Nachsorge
Programme im Überblick

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

  • A

  • AHB

    Abkürzung für Anschlussheilbehandlung. Eigentlich heißt die Anschlussheilbehandlung heute Anschlussrehabilitation. Viele benutzen aber aus Gewohnheit immer noch die alte Abkürzung AHB. Sogar die Rentenversicherung. Wenn man im Krankenhaus war und gleich anschließend eine Reha macht, dann ist das eine Anschlussrehabilitation. Zwischen Krankenhaus und Anschlussreha sollen höchstens 14 Tage liegen. Sonst gibt es keine großen Unterschiede zur normalen Reha.
  • Akupressur


    Quelle: Mario Fox
    Akupressur ist eine Therapie, ähnlich wie Akupunktur. Der Unterschied: Der Therapeut benutzt keine Nadeln, sondern drückt mit seinen Fingern auf die Akupunkturpunkte. Ob die Akupressur wirkt, ist wissenschaftlich umstritten. Siehe auch Akupunktmassage
  • Akupunktmassage


    Quelle: Mario Fox
    Akupunktmassage ist eine Therapie, Abkürzung APM. Der Therapeut drückt mit einem kleinen Metallstäbchen auf Ihre Haut und bewegt es dabei über Ihren Körper. Er folgt dabei bestimmten, festgelegten Bahnen. Sie werden Meridiane genannt. Außerdem massiert er bestimmte Akupunkturpunkte. Die Methode wird zum Beispiel zur Schmerzlinderung eingesetzt. Ob sie wirklich etwas nützt, konnten Wissenschaftler bisher nicht nachweisen. Siehe auch Akupressur.
  • akut

    Schmerzen oder andere Beschwerden sind akut, wenn man sie noch nicht so lange hat. Sie können heftig sein, aber sie gehen auch bald wieder weg. Das Gegenteil ist chronisch.
  • Alexandertechnik

    Alexandertechnik ist eine Therapie. Man übt, seine Körperhaltung und seine Bewegungen aufmerksam zu beobachten und zu verbessern. Die Alexandertechnik wird nur in wenigen Rehakliniken angeboten. Ob die Technik hilft, ist noch nicht ausreichend untersucht.
  • ambulant

    das Gegenteil von stationär. Ambulante Reha bedeutet: Sie schlafen zu Hause und fahren jeden Tag in ein Rehazentrum. Dort erhalten Sie dieselben Behandlungen und Beratungen wie in der stationären Reha. Beide Rehaformen haben ähnliche Erfolge. Im Rahmen Ihrer Wunsch- und Wahlrechte können Sie die Rehaform wählen.
  • Anamnese

    Ärzte nennen die Anamnese auch Krankengeschichte oder Vorgeschichte. Dazu zählen alle Krankheiten, die man bisher hatte, wie sie entstanden und verlaufen sind und wie sie behandelt wurden.
  • anatomisch

    Wenn Ärzte darüber sprechen, wie der menschliche Körper aufgebaut ist, dann betreiben Sie Anatomie und benutzen anatomische Fachwörter wie Diskus (Bandscheibe) oder Acetabulum (Teil des Hüftgelenks).
  • Anschlussheilbehandlung (AHB)

    Eigentlich heißt die Anschlussheilbehandlung heute Anschlussrehabilitation. Viele benutzen aber aus Gewohnheit immer noch die alte Abkürzung AHB. Sogar die Rentenversicherung.Wenn man im Krankenhaus war und gleich anschließend eine Reha macht, dann ist das eine Anschlussrehabilitation. Zwischen Krankenhaus und Anschlussreha sollen höchstens 14 Tage liegen. Sonst gibt es keine großen Unterschiede zur normalen Reha.
  • Anschlussrehabilitation

    Wenn man im Krankenhaus war und gleich anschließend eine Reha macht, dann ist das eine Anschlussrehabilitation. Zwischen Krankenhaus und Anschlussreha sollen höchstens 14 Tage liegen. Sonst gibt es keine großen Unterschiede zur normalen Reha. Die Anschlussrehabilitation wird meistens AHB genannt. (Das ist die Abkürzung für Anschlussheilbehandlung. So hieß die Anschlussrehabilitation früher.)
  • APM

    APM ist die Abkürzung für Akupunktmassage. APM ist eine Therapie. Der Therapeut drückt mit einem kleinen Metallstäbchen auf Ihre Haut und bewegt es dabei über Ihren Körper. Er folgt dabei bestimmten, festgelegten Bahnen. Sie werden Meridiane genannt. Außerdem massiert er bestimmte Akupunkturpunkte. Die Methode wird zum Beispiel zur Schmerzlinderung eingesetzt. Ob sie wirklich etwas nützt, konnten Wissenschaftler bisher nicht nachweisen. Siehe auch Akupressur.
  • Aquajogging

    Aquajogging ist eine Therapie. Man macht Bewegungen wie beim Laufen, aber im Wasser. Dabei berührt man nicht den Boden, sondern schwebt. Damit man nicht untergeht, trägt man dabei einen Schwimmgürtel.
  • Arztbrief

    Der Arzbrief ist eine Zusammenfassung des Rehaverlaufs. Der Brief enthält alle Therapien, die in der Reha gemacht wurden. Im Arztbrief wird auch die Leistungsfähigkeit des Rehabilitanden bei Entlassung vom Arzt bewertet - also welche geistigen und körperlichen Belastungen ausgeübt werden können und welche Einschränkungen vorliegen. Er gibt zudem Empfehlungen zur Fortführung der Therapie.


  • Atemfeedback

    Atemfeedback ist eine Form von Biofeedback. Sie werden dabei mit einem Gerät verkabelt. Es spürt Ihren Atem und wandelt die Daten in Bilder oder Töne um. Zum Beispiel: Sie hören im Kopfhörer einen angenehmen Klang. Beim Einatmen wird er lauter, beim Ausatmen wird er leiser. Sie können dadurch deutlich spüren, wie Ihr Atem geht. Diese Konzentration auf das Atmen macht Sie allmählich ruhiger. Das Atemfeedback dient vor allem der Entspannung. Es ist in Rehakliniken aber eher selten anzutreffen. Siehe auch Entspannungstraining.
  • Audit

    Audit ist eine Art Prüfung. Geprüft wird, ob die Reha-Einrichtung ein gutes Qualitätsmanagement macht. Dazu kommen Fachleute in die Klinik und gucken sich alles genau an und stellen viele Fragen. Nur Kliniken, die diese Prüfung bestehen, dürfen Rehabilitation betreiben.
  • Ausdauerleistung


    Quelle: Mario Fox
    Ein umständliches Wort für Ausdauer. Viele Rehabilitanden brauchen mehr davon. Mit mehr Ausdauer ist man nicht so schnell erschöpft. Wenn man etwas Anstrengendes getan hat, erholt man sich schnell wieder.
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  • B

  • Balneotherapie


    Quelle: Mario Fox
    Balneotherapie ist eine Badetherapie. In den Bädern ist etwas Besonderes drin, zum Beispiel Salz, Kohlensäure, Schwefel oder Moor. In der orthopädischen und rheumatologischen Reha spielen die Bäder heute keine große Rolle mehr. Moderne Badetherapie ist Bewegungstherapie, zum Beispiel Aquajogging.
  • Bänderapparat

    Bänder sind Körperteile, die unsere Knochen zusammenhalten. Zum Beispiel das Kreuzband. Es verbindet Knochen im Kniegelenk. Alle Bänder zusammen nennen die Ärzte Bänderapparat. Wenn man einen Unfall hat, können Bänder zu Schaden kommen. Man hat dann eine Bänderdehnung oder vielleicht einen Kreuzbandriss.
  • Basistherapie

    Die Basistherapie ist eine Therapiemöglichkeit bei rheumatischen Erkrankungen. Bei der Basistherapie werden Medikamente eingesetzt. Eines heißt zum Beispiel MTX. Sie bewirken, dass die Krankheit in Zukunft nicht so schlimm wird.
  • Befund

    Was der Arzt herausfindet, wenn er Sie untersucht – das sind seine Befunde. Damit stellt er fest, welche Krankheit Sie haben oder wie schlimm die Krankheit ist. Achtung: Wenn der Arzt von einem „positiven“ Befund spricht, ist das leider gar nichts Positives. Dann hat er nämlich etwas Krankhaftes gefunden.
  • Begleiterkrankung

    Wegen einer bestimmten Krankheit fahren Sie in die Reha. Aber das ist nicht ihre einzige Krankheit. Daneben haben Sie noch etwas anderes. Das ist Ihre Begleiterkrankung. In der Reha sollen sich die Ärzte auch um Ihre Begleiterkrankungen kümmern. Die Reha ist schließlich ganzheitlich.
  • Begleitperson

    Eine Person, die den Rehabilitanden in die Reha begleitet und ständig dabei ist. Wenn das aus medizinischen Gründen nötig ist, bezahlt das die Krankenkasse oder die Rentenversicherung. Gründe können zum Beispiel sein: Der Rehabilitand ist seelisch angeschlagen und braucht die Unterstützung durch eine vertraute Person. Oder: Die Begleitperson soll in der Reha lernen, wie sie den Rehabilitanden nach der Reha zu Hause pflegen kann.
  • Belegungsverträge

    Die Rehabilitationsträger schließen mit den Rehabilitationseinrichtungen Belegungsverträge. Darin steht, was die Einrichtungen tun müssen, damit die Reha von den Trägern bezahlt wird.
  • Berufliche Rehabilitation

    Menschen, die sich beruflich verändern müssen aufgrund einer Erkrankung oder weil sie dauerhaft gefährdet sind zu erkranken, können Hilfen zur beruflichen Rehabilitation in Anspruch nehmen. Diese Hilfen sollen die Arbeitsfähigkeit erhalten, verbessern oder wiederherstellen. Leistungen zur beruflichen Rehabilitation sind zum Beispiel Umschulungen, Weiterbildungen und stufenweise Wiedereingliederung.
  • Bewegungsapparat

    Die Körperteile, die man braucht, um sich zu bewegen. Das sind vor allem die Muskeln und Sehnen. Der Bewegungsapparat wird oft zusammen mit dem Stützapparat genannt. Stützapparat ist ein anderes Wort für Skelett. Dazu gehören die Knochen, der Knorpel, die Gelenke, die Bandscheiben und die Bänder. Oft kann man lesen: „Die ABC-Klinik behandelt Krankheiten des Stütz- und Bewegungsapparates.“
  • Bewegungsbad


    Quelle:
    Ein Bewegungsbad ist so ähnlich wie ein Schwimmbad. Meistens nur so tief, dass man noch darin stehen kann. Recht warm, 30 Grad oder mehr. Im Bewegungsbad gibt es verschiedene Therapien, zum Beispiel Unterwassergymnastik oder Aquajogging.
  • Bewegungsorgan

    Ein Körperteil, den man bewegen kann. Zum Beispiel die Hand oder das Bein.
  • Bewegungstherapie


    Quelle:
    Therapien, bei denen man sich selbst bewegt und dadurch etwas übt oder trainiert. Beispiele: Gymnastik, Sportarten wie Nordic Walking oder Aqujogging, Krafttraining an Geräten, Ballspiele. Die Bewegungstherapien sind anstrengend. Aber die Anstrengung lohnt sich. Für die meisten Rehabilitanden sind die Bewegungstherapien die wichtigsten Therapien, weil sie am besten helfen.
  • Bewilligungsbescheid

    Ein Bewilligungsbescheid ist ein Brief von der Krankenkasse oder der Rentenversicherung. Darin steht, dass Ihre Reha genehmigt ist.
  • Biofeedback

    Können Sie spüren, wie stark bestimmte Rückenmuskeln angespannt sind? Oder wie hoch gerade Ihr Blutdruck ist? Merken Sie irgendetwas von Ihren Gehirnströmen? Biofeedback macht es möglich! Sie werden dabei mit einem Gerät verkabelt. Es misst diese Vorgänge in Ihrem Körper und wandelt die Daten in Bilder oder Töne um. Zum Beispiel: Ein Ton wird immer leiser, je mehr Ihre Muskeln sich entspannen. Oder ein roter Balken auf einem Bildschirm wird länger, wenn Ihr Blutdruck steigt. Allmählich lernen Sie dann, was Sie innerlich tun müssen, um Muskelspannung oder Blutdruck zu senken. Biofeedback ist also eine Therapie. Sie hilft Ihnen, Körpervorgänge in Richtung Gesundheit zu beeinflussen, über die Sie vorher keine Kontrolle hatten. Biofeedback ist in Rehakliniken aber eher selten anzutreffen.
  • biopsychosozial

    Für „biopsychosozial“ kann man auch „ganzheitlich“ sagen. Die Reha ist ganzheitlich. Das bedeutet: Sie kümmert sich nicht nur um die Krankheit, wegen der Sie in die Reha gekommen sind, sondern um alle Gesundheitsprobleme. Dazu gehören Begleiterkrankungen, seelische Probleme und Stress, falsche Vorstellungen über Krankheit und Gesundheit, ungesunde Angewohnheiten, berufliche Schwierigkeiten und finanzielle Fragen.
  • BMI

    BMI ist die Abkürzung für Body-Mass-Index. Der BMI wird mit Hilfe der Körpergröße und des Körpergewichts bestimmt. Er gibt an, ob Erwachsene über-, unter- oder normalgewichtig sind. Mit der Formel BMI = (Körpergewicht) / (Körpergröße)² wird der Body-Mass-Index berechnet. Bei Erwachsenen gilt ein BMI unter 18,5 als untergewichtig, ein BMI von 18,5 bis 24 als normalgewichtig und ein BMI ab 25 als übergewichtig.
  • Brügger

    Brügger ist eine Bewegungstherapie, benannt nach dem Begründer. Sie wird häufig eingesetzt zur Therapie von Rückenschmerzen. Eine bestimmte Haltung von Becken, Brustkorb und Nacken stehen im Mittelpunkt der Behandlung. Sie hilft nicht besser und nicht schlechter als andere Formen der Bewegungstherapie.
  • Bürstenbäder

    Bürstenbäder sind eine Therapieform. Man sitzt in einem Bad und wird mit Bürsten massiert.
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  • C

  • Chirotherapie

    Wenn sich ein Gelenk oder die Wirbelsäule nicht richtig bewegen lassen, kommt die Chiromedizin zum Zuge. Die Therapie sieht so aus: Der Arzt bewegt das Gelenk sanft und sehr oft. Dabei werden Muskeln gedehnt. Eine andere Methode: Der Arzt bewegt das Gelenk nur ganz kurz und sehr schnell, ohne große Kraft. Manuelle Medizin und Osteopathie sind andere Namen für ähnliche Methoden. Es dreht sich alles um die Hand des Arztes oder Physiotherapeuten. Er drückt damit auf Ihre Muskeln und andere Körperteile und will so herausfinden, wo die Probleme liegen. Die Therapie besteht aus weiterem kunstvollen Drücken, Reiben, Ziehen oder Bewegen. Erfolge haben diese Methoden am ehesten bei Rückenschmerzen nachweisen können.
  • chronisch

    Schmerzen oder andere Beschwerden sind chronisch, wenn sie für lange Zeit bestehen bleiben oder immer wieder auftauchen oder für immer da sind. Die meisten Krankheiten, die in der Reha behandelt werden, sind chronisch. Sie gehen nicht wieder weg. Darum muss auch die Behandlung „chronisch“ sein. Das Gegenteil ist akut.
  • CO2-Bäder

    CO2 ist die chemische Formel für ein Gas. Es heißt Kohlendioxid. Wenn man es in Wasser einleitet, entsteht Kohlensäure. Es ist so ähnlich, als wenn man in Sprudel badet. Fördert die Durchblutung. Siehe auch Balneotherapie.
  • Compliance

    Von guter Compliance spricht man, wenn ein Patient sich streng an die Ratschläge seines Arztes hält. Die ganze Idee ist ein bisschen veraltet. Heute wird eher etwas anderes gefordert: Der Arzt soll eine partnerschaftliche Einstellung gegenüber dem Patienten einnehmen und ihn beraten, aber nicht bestimmen. Dann sollen beide gemeinsam entscheiden, wie die Therapie aussehen soll.
  • Coping

    Die Menschen unterscheiden sich darin, wie gut sie mit einer Erkrankung fertig werden. Manche leben ganz zufrieden, obwohl sie schwer krank sind. Andere leiden, obwohl sie nur geringe Beschwerden haben. Was man tut, um mit einer Krankheit gut zurecht zu kommen, das nennt man mit dem Fachwort Coping. In der Reha kann man viel über Coping lernen.
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  • D

  • Diadynamische Ströme

    Diadynamische Ströme gehören zu den Elektrotherapien. Dabei schicken die Therapeuten elektrische Ströme durch den Körper. Aber keine Angst! Der Strom ist natürlich nicht so stark, dass er Ihnen schaden könnte. Es gibt verschiedene Formen. Dazu gehören auch die diadynamischen Ströme. Ein anderer Name ist Bernhard’sche Ströme (nach dem Erfinder, einem französischen Zahnarzt). Diadynamische Ströme setzen sich aus zwei verschiedenen Stromarten zusammen. Sie sollen vor allem schmerzlindernd wirken. Ob die diadynamischen Ströme tatsächlich viel nützen, ist noch nicht ausreichend erforscht.
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  • E

  • EFL

    EFL ist die Abkürzung für „Evaluation funktioneller Leistungsfähigkeit“. Der Arzt muss in seinem Entlassungsbericht beurteilen, ob Sie in Ihrem Beruf weiterarbeiten können und wie leistungsfähig Sie bei der Arbeit sind. Das ist ganz schön schwierig. In manchen Kliniken gibt es dazu ein besonderes ausgeklügeltes System, die EFL. Dabei müssen Sie Aufgaben erledigen, wie sie in vielen Berufen vorkommen: heben, tragen, über Kopf arbeiten, auf eine Leiter steigen usw. Es wird genau das geprüft, was Sie auch in Ihrem wirklichen Beruf tun müssen. Auf diese Weise erhofft man sich zuverlässigere Urteile über Ihre Leistungsfähigkeit. – Das ist aber noch nicht alles. Die EFL zeigt, was Sie gezielt trainieren müssen, damit Sie Ihre Arbeit wieder besser schaffen können. Außerdem kann man die EFL selbst als Trainingsprogramm einsetzen. Sie kann also helfen, die Leistungsfähigkeit zu beurteilen und zu verbessern.
  • Einrichtung

    Ein kürzeres Wort für Rehabilitationseinrichtung. Das sind die Einrichtungen, in denen die Reha stattfindet. Also Rehakliniken oder die ambulanten Rehazentren. Sie können sich unter bestimmten Umständen eine Einrichtung aussuchen, siehe Wunsch- und Wahlrecht.
  • Einzel-Krankengymnastik


    Quelle: Mario Fox
    Eine sehr häufige und wichtige Behandlung. Der Therapeut kann auf die persönlichen Bedürfnisse des Rehabilitanden besonders gut eingehen. Aber: Die Anzahl der Termine in 3 Wochen ist begrenzt. Fragen Sie den Therapeuten deshalb auch nach Übungen, die Sie zu Hause allein machen können!
  • EKG

    EKG ist die Abkürzung für Elektrokardiogramm. Man wird mit einem Gerät verkabelt. Es erfasst, wie das Herz arbeitet. Mit dem EKG kann der Arzt bestimmte Herzkrankheiten erkennen.
  • Elektrotherapie

    Dabei schicken die Therapeuten elektrische Ströme durch den Körper. Aber keine Angst! Der Strom ist natürlich nicht so stark, dass er Ihnen schaden könnte. Es gibt verschiedene Formen. In der orthopädischen Reha zum Beispiel das Stangerbad, TENS oder Interferenztherapie. Elektrotherapie soll vor allem schmerzlindernd wirken. Wer künstliche Gelenke oder andere Gegenstände aus Metall im Körper hat, für den sind manche Arten von Elektrotherapie schädlich. Wie viel die verschiedenen Elektrotherapien tatsächlich nützen, ist noch nicht ausreichend erforscht.
  • Empowerment

    Immer mehr Fachleute finden: Chronisch Kranke sollen selbst bestimmen, welche Diagnostik und welche Therapien sie haben wollen. Dazu müssen sie aber vieles wissen. Dafür sind die Ärzte und Therapeuten da: Sie sollen die nötigen Informationen geben, damit die Entscheidungen klug ausfallen. Aber sie sollen nicht über den Patienten bestimmen. Alles, was dazu führt, dass ein Patient gut Bescheid weiß und selbst entscheiden kann, nennt man in der Fachsprache Empowerment. Die modernen Reha hält Empowerment für sehr wichtig.
  • Endoprothese

    Damit meint man in der orthopädischen Reha meistens ein künstliches Gelenk. Wenn das ganze Gelenk ersetzt wird und nicht nur Teile, sagt man auch Total-Endoprothese (Abkürzung TEP).
  • Entgeltfortzahlung

    Wenn ein Arbeitnehmer nicht arbeiten kann, weil er krank ist, bekommt er seinen Lohn oder sein Gehalt trotzdem weiter. Aber nicht auf Dauer, sondern nur für sechs Wochen. Dauert die Krankheit länger, bekommt er Krankengeld von der Krankenkasse. Wer schon länger als sechs Wochen krank ist und zur Reha fährt, bekommt für die Zeit der Reha Übergangsgeld von der Rentenversicherung.
  • Entlassungsbericht

    Der Entlassungsbericht gibt einen Überblick über den Rehaverlauf. Der Bericht enthält alle Therapien, die in der Reha gemacht wurden. Im Bericht wird auch die Leistungsfähigkeit des Rehabilitanden bei Entlassung vom Arzt bewertet - also welche geistigen und körperlichen Belastungen ausgeübt werden können und welche Einschränkungen vorliegen. Er gibt zudem Empfehlungen zur Fortführung der Therapie.
  • Entspannungstraining

    Entspannungstraining ist eine Therapie. Dabei lernt man, die Muskeln locker zu lassen, ruhig zu atmen und innerlich zur Ruhe zu kommen. Wenn man das regelmäßig macht, wirkt es sich auf viele Vorgänge in Körper und Geist positiv aus. Es gibt verschiedene Methoden. Am besten erforscht ist die progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Eine andere bekannte Methode ist das autogene Training.
  • Ergometertraining

    Beim Ergometertraining trainiert man auf einem Standfahrrad. Dabei kann man genau einstellen und überwachen, wie stark der Reha-Patient in die Pedale treten soll.
  • Ergotherapie


    Quelle: Mario Fox
    Jeden Tag gibt es viel zu tun – im Haushalt, im Beruf, in der Freizeit. Wenn man krank ist oder behindert, fällt das schwer. Manches geht nur noch, wenn man Hilfsmittel benutzt. Zum Beispiel hilft ein spezielles Kissen, dass man länger sitzen kann. Oder ein Strumpfanzieher erleichtert das Ankleiden. Oder eine extra angefertigte Schiene muss die Gelenke in der richtigen Stellung halten. Manche Rheumakranke müssen sich umgewöhnen, um ihre Gelenke zu schützen. Zum Beispiel eine Einkaufstasche nicht mit der Hand, sondern am Unterarm tragen. Oder eine Kaffeetasse mit beiden Händen zum Mund führen. – Wie man die täglichen Arbeiten so schafft, dass man selbständig bleibt und dass es der Gesundheit nicht schadet: Darum geht es in der Ergotherapie.
  • Evidenz

    Evidenz bedeutet wissenschaftliche Begründung. Moderne Medizin soll „evidenzbasiert“ sein. Das bedeutet: Forscher haben in wissenschaftlichen Untersuchungen mit Patienten nachgewiesen, dass eine Therapie tatsächlich wirkt und dabei möglichst wenig Nebenwirkungen hat. In der orthopädischen Reha gibt es beispielsweise für die Bewegungstherapie die beste Evidenz.
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  • F

  • Fango

    Fango ist eine Art Schlamm. Der Schlamm wird warm gemacht und dann als Packung zur Wärmetherapie eingesetzt. Das wirkt vorübergehend schmerzlindernd. Wichtiger ist aber die Bewegungstherapie.
  • Feldenkrais

    Feldenkrais ist eine Form der Bewegungstherapie. Sie gehört in den meisten Rehakliniken nicht zum Therapieangebot. Ob sie tatsächlich wirkt, ist wissenschaftlich noch nicht ausreichend untersucht.
  • Flexi-Bar

    Der Flexi-Bar ist ein Schwingstab. Übungen mit dem Schwingstab bauen die Tiefenmuskulatur auf. Diese ist wichtig für die Stabilisierung der Wirbel und Gelenke. Das Training mit Schwingstäben beugt Gelenkverschleiß, Bandscheibenvorfälle oder Arthrose vor.
  • Funktionstraining

    Nach Abschluss einer von der Deutschen Rentenversicherung erbrachten Rehabilitation bietet die Deutschen Rentenversicherung als ergänzende Leistung Funktionstraining an. Beim Funktionstraining werden unter anderem Krankengymnastik (z.B. Wassergymnastik) und Ergotherapie eingesetzt. Die Erfolge der Rehabilitation können dadurch verbessert und gefestigt werden. Die regelmäßigen Übungen werden in der Gruppe durchgeführt. Funktionstraining wird insbesondere bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen, nach Operationen und Unfallfolgen an den Bewegungsorganen, bei bestimmten Atemwegserkrankungen und nach bestimmten onkologischen Erkrankungen verordnet. Über die Notwendigkeit entscheiden die Ärzte in der Reha-Einrichtung. Sie stellen eine entsprechende Verordnung aus. Die Verordnung der Reha-Einrichtung gilt in der Regel bis zu 6 Monaten.


  • Fußreflexzonenmassage

    Die Fußreflexzonenmassage ist eine Therapie. Viele finden die Therapie angenehm, darüber hinaus hat sie nach wissenschaftlichen Untersuchungen keinen Nutzen. Sie wird trotzdem häufig angeboten.
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  • G

  • Gangschule

    Gangschule ist so ähnlich wie Rückenschule, nur fürs Gehen. Sie ist wichtig für Rehabilitanden, die ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk erhalten haben oder für andere Patienten, die durch eine Krankheit oder einen Unfall ein Bein verloren haben. Sie müssen in der Gangschule lernen, mit einer Prothese zu gehen.
  • ganzheitlich

    Die Reha ist ganzheitlich. Das bedeutet: Sie kümmert sich nicht nur um die Krankheit, wegen der Sie in die Reha gekommen sind, sondern um alle Gesundheitsprobleme. Dazu gehören Begleiterkrankungen, seelische Probleme und Stress, falsche Vorstellungen über Krankheit und Gesundheit, ungesunde Angewohnheiten, berufliche Schwierigkeiten und finanzielle Fragen. Fachleute sprechen auch von einem „biopsychosozialen Krankheitsmodell“.
  • Gehparcour

    Ein Gehparcout ist eine künstlich angelegte Gehstrecke. Dabei wechselt der Untergrund. Mal geht man auf Pflaster, dann auf Kies, dann über ein Stück Rasen usw., mal geht’s schräg bergauf, dann kommen Stufen – alles, was im Alltag auch vorkommt. Man übt das Gehen also nicht nur auf dem ebenen Klinikflur, sondern auch in schwierigem Gelände.
  • Geriatrie

    In der Geriatrie werden Krankheiten behandelt, die vor allem in höherem Alter auftreten. Ein besonderes Problem alter Menschen ist: Sie haben mehrere Krankheiten gleichzeitig. Das nennt man „Multimorbidität“. Die geriatrische Reha kennt sich besonders gut mit der Multimorbidität alter Menschen aus.
  • Gesprächstherapie


    Quelle: Mario Fox
    Menschen, die sich seelisch belastet fühlen, haben oft den Wunsch, mit jemandem darüber zu sprechen. Durch das Gespräch fühlen sie sich erleichtert, und es wird ihnen manches klarer. Hilfreiche Gespräche kann man mit jedem verständnisvollen, freundlichen Mitmenschen führen. Es gibt aber auch professionelle Helfer: die Gesprächspsychotherapeuten. Nach einem Gespräch mit einem guten Gesprächstherapeuten fühlen Sie sich in tiefer Weise verstanden, respektiert und geschätzt. Das macht Ihnen Mut zu tun, was Sie als richtig erkannt haben. – Es gibt noch andere Formen der psychologischen Hilfe. Die wichtigsten heißen Verhaltenstherapie und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie. Siehe auch Psychotherapie in drei Wochen?
  • Gussbehandlung


    Quelle: AOK Mediendienst
    Gussbehandlung ist eine Therapie. Man gießt Wasser über Körperteile, zum Beispiele über die Arme. Das kann mit viel oder wenig Druck geschehen. Das Wasser kann kalt oder warm sein oder langsam wärmer werden oder abwechselnd warm und kalt sein. Ob die Gusstherapie etwas nützt, ist noch zu wenig erforscht. – In der Reha werden solche Behandlungen heute als weniger wichtig angesehen.
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  • H

  • Hebelifter

    Ein Hebelifter ist eine Art Kran. Manche Rehabilitanden sind behindert. Sie schaffen es nicht, sich selbständig in eine Badewanne zu legen oder ins Bewegungsbad zu kommen. Dabei hilft der Hebelifter. Ein Hebelifter ist in sehr vielen Rehakliniken vorhanden.
  • Heilquelle

    Eine Heilquelle ist eine Wasserquelle. Das Wasser enthält etwas, das medizinisch wirksam sein soll, zum Beispiel Salz. Der Name verspricht mehr, als das Wasser halten kann: Keine orthopädische oder rheumatologische Krankheit kann dadurch geheilt werden. Wie viel eine Heilquelle wirklich nützt, ist wissenschaftlich noch nicht ausreichend erforscht.
  • Heilverfahren

    Heilverfahren ist ein veralteter Ausdruck für medizinische Rehabilitation. Manchmal ist damit auch eine Reha gemeint, die keine Anschlussreha (AHB) ist.
  • Heiße Rolle


    Quelle: Mario Fox
    Heiße Rolle ist eine Wärmetherapie. In aufgerollte Handtücher wird heißes Wasser gegossen. Die Handtücher saugen das Wasser auf und geben die Wärme ab. Die Therapie wirkt für kurze Zeit schmerzlindernd und entspannend.
  • Herzsportgruppe

    Von Rehabilitationskliniken, Sportvereinen oder auch Volkshochschulen werden wohnortnahe Herzsportgruppen für Menschen mit koronarer Herzkrankheit angeboten. Unter der Leitung eines speziell ausgebildeten Übungsleiters und eines Arztes wird in der Regel einmal wöchentlich unter der Berücksichtigung der individuellen Leistungsfähigkeit trainiert. Beim Herzsport werden unter anderem Bewegungstherapien, Ergometertraining, Entspannungsübungen, Gruppengespräche und andere Maßnahmen (z.B. Ernährungsberatungen) in festen Gruppen durchgeführt. Die Dauer einer Übungseinheit beträgt mindestens 60 Minuten. Herzsport wird von der DRV in der Regel bis zu 6 Monate, längstens bis zu 12 Monate erbracht.


  • Hilfsmittel

    Mit Hilfsmitteln in der Reha kann man manche Behinderung ausgleichen. Dazu gehören zum Beispiel Gehstützen oder Rollatoren. Für Patienten mit rheumatischen Erkrankungen können Hilfsmittel für alltägliche Verrichtungen nützlich sein, zum Beispiel Griffverdickungen aus Moosgummi, elektrische Dosenöffner oder Strumpfanzieher. Viele Hilfsmittel bezahlen die Krankenkassen oder die Rentenversicherung. Man muss sie sich aber vorher genehmigen lassen.
  • Hochvolttherapie

    Die Hochvolttherapie gehört zu den Elektrotherapien. Das Besondere: Die Therapeuten benutzen Stromstöße mit einer recht hohen Spannung (über 500 Volt). Jeder Stromstoß ist aber extrem kurz (ein paar Millionstel Sekunden). Die Hochvolttherapie ist gut verträglich, auch bei künstlichen Gelenken. Die Therapie soll Schmerzen lindern. Wieweit sie dies in der orthopädischen Reha tatsächlich schafft, ist wissenschaftlich noch nicht ausreichend untersucht.
  • Hydrogalvanisches Bad

    Das Hydrogalvanische Bad gehört zu den Elektrotherapien. Es wird auch Stanger-Bad genannt. Der Patient liegt in einer Art Badewanne, und durch das Wasser fließt elektrischer Strom. Das Bad wird häufig bei Ischias-Beschwerden eingesetzt.
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  • I

  • ICF

    ICF ist die Abkürzung für „International Classification of Functioning, Disability and Health”, auf Deutsch: „Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit“. Die ICF ist eine Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie wird zur Beschreibung des Gesundheitszustandes eines Menschen genutzt. Mit der ICF können die körperlichen, psychischen und sozialen Aspekte von Krankheitsfolgen unter Berücksichtigung von Umwelteinfaktoren erfasst werden.
  • Interferenztherapie

    Interferneztherapie ist eine Form der Elektrotherapie. Wenn man tief im Körper liegende Körperteile behandeln will, braucht man stärkere Ströme. Die können aber die Haut verletzen (die Therapeuten sprechen dann von „Verätzungen“). Dieses Problem umgeht die Interferenztherapie. Das Besondere: 2 verschiedene Ströme fließen durch den Körper. Sie sind gut verträglich. Die Hauptwirkung entsteht erst dort, wo sie sich in tiefer liegenden Körperteilen überlagern. – Soweit die Theorie. Ob und wie stark die Therapie wirklich hilft, ist wissenschaftlich noch nicht ausreichend untersucht.
  • IRENA

    Die Intensivierte Rehabilitationsnachsorge IRENA ist ein multimodales Reha-Nachsorgeprogramm der DRV. Das Nachsorge-Programm umfasst verschiedene Leistungen wie zum Beispiel Sport- und Bewegungstherapie, Physiotherapie, Ernährungsberatung, Stressmanagement, Schulung und Verhaltenstherapie. Je nach Bedarf und Verordnung der Reha-Einrichtung werden verschiedene Therapieleistungen kombiniert. Diese werden als Gruppenleistungen mit max. 10 Teilnehmern angeboten. Das Nachsorge-Programm wird oftmals in den frühen Abendstunden angeboten, so dass auch für Berufstätige eine Teilnahme möglich ist. In der Regel umfasst das Nachsorge-Programm 24 Behandlungseinheiten (bei der Indikation Neurologie 36 Einheiten). Die Einheiten dauern jeweils 1,5 Stunden und sollen grundsätzlich im Zeitraum von 12 Monaten nach Ende der Reha abgeschlossen sein.


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  • K

  • Kältekammer

    Eine Gruppe von Rehabilitanden ist angezogen mit Badebekleidung plus Handschuhe und Strümpfe. Sie betreten eine kleine Kammer. Drinnen herrscht eine Lufttemperatur von -60 bis -110 Grad. Obwohl das unvorstellbar kalt ist, bewegen sie sich locker und scheinen nicht zu leiden. Nach ein bis drei Minuten kommen sie wieder heraus, viele fühlen sich prima. Das ist die Wirkung der Kältekammertherapie. Sie wird besonders bei Rheuma und Fibromyalgie eingesetzt. Sie wirkt schmerzlindernd.
  • Kältetherapie


    Quelle: AOK Mediendienst
    Kälte hilft besonders bei entzündeten Gelenken. Sie lindert Schmerzen und verringert die Entzündung. Es gibt viele Methoden, die Kälte anzuwenden. Beispiele sind Eisbeutel, Stickstoff oder die Kältekammer. Ein anderes Wort für Kältetherapie ist Kryotherapie.
  • Klassifikation therapeutischer Leistungen

    Ein sehr wichtiges Buch für die Reha-Einrichtungen. Wird oft abgekürzt: KTL. Darin sind alle Therapieformen aufgezählt, die in der Reha vorkommen. Die KTL legt genau fest, wie oft und wie lange die Therapien mindestens stattfinden müssen. Die KTL können Sie sich im Internet anschauen.
  • Klein-Vogelbach

    Die so genannte „funktionelle Bewegungslehre nach Klein-Vogelbach“ ist eine besondere Form der Bewegungstherapie. Wie viel sie wirklich nützt, ist bisher wissenschaftlich noch nicht ausreichend untersucht.
  • Klinisch

    Wenn Ärzte das Wort benutzen, meinen sie meistens: Sie haben irgendetwas untersucht und festgestellt. Beispiel: „Das Gelenk zeigt klinisch alle Zeichen der Entzündung“ (es ist geschwollen, heiß, schmerzhaft und gerötet).
  • Kneipp

    Sebastian Kneipp war ein Geistlicher, der im 19. Jahrhundert lebte. Er hat viel darüber nachgedacht, was man mit Wasser für die Gesundheit tun könnte. Am bekanntesten ist vielleicht das Wassertreten. Daneben hat er sich auch für eine gesunde Lebensweise, Ernährung und Bewegung interessiert. Ob die Kneipp-Therapie wirklich nützt, ist wissenschaftlich nicht ausreichend untersucht.
  • Körperbewusstsein

    Viele Therapieformen versprechen, das Körperbewusstsein zu erhöhen. Körperbewusstsein bedeutet: Man ist vertraut mit seinem Körper. Man achtet auf seine Signale und Bedürfnisse. Wenn man etwas tut, achtet man bewusst darauf, wie man es tut. Man weiß, wie der Körper reagiert. – Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Erhöhtes Körperbewusstsein kann auch unerwünschte Folgen haben. Zum Beispiel wenn man Körpersignale falsch deutet oder sich auf Beschwerden konzentriert, statt sich davon abzulenken. Dann spürt man seine Beschwerden stärker oder bekommt unnötige Ängste.
  • Kostenträger

    auch Rehabilitationsträger oder Leistungsträger oder einfach nur Träger genannt. Sie übernehmen die Kosten für die Rehabilitation und die Nachsorge. Für Berufstätige ist der Träger meistens die Rentenversicherung und für die anderen die Krankenkasse. Infrage kommen aber auch die Unfallversicherung, die Jugendhilfe, die Sozialhilfe, die Alterssicherung der Landwirte und andere.
  • Krankengeschichte

    Ärzte nennen die Krankengeschichte auch Vorgeschichte oder Anamnese. Dazu gehören die Krankheiten, die man bisher hatte, wie sie entstanden und verlaufen sind und wie sie behandelt wurden.
  • Krankheitsbewältigung

    Wenn man eine chronische Krankheit bekommt, wird das Leben nicht einfacher. Man muss Beschwerden aushalten. Manches fällt einem schwerer als früher, manches kann man vielleicht gar nicht mehr machen. Vielleicht muss man sogar seinen Beruf aufgeben. Unter „Krankheitsbewältigung“ versteht man alles, was jemand tut, um mit diesen Schwierigkeiten fertig zu werden. Fachleute sprechen auch von Coping. Den meisten gelingt dies übrigens nach einiger Zeit erstaunlich gut.
  • Krankheitserleben

    Was man über seine Krankheit denkt und wie man sich damit fühlt. Manche sehen ihre Krankheit zum Beispiel als Schicksalsschlag, manche als Herausforderung. Manche empfinden es als „ungerecht“, dass sie krank geworden sind, andere sehen Krankheit als normalen Teil des Lebens an. Manche denken, dass die Arbeit sie krank gemacht hat, manche geben sich selbst die Schuld.
  • Krankheitsmanagement

    Krankheitsmanagement kann Verschiedenes heißen. Aus der Sicht des Kranken ist es ungefähr dasselbe wie Krankheitsbewältigung. Aus der Sicht der Ärzte heißt gutes Krankheitsmanagement: Alle beteiligten Ärzte und sonstigen Fachleute arbeiten nach neuesten Erkenntnissen gut zusammen und stimmen sich aufeinander ab.
  • Krankheitsmodell

    Grundsätzliche Annahmen darüber, wie Krankheiten und Behinderungen zustande kommen. In der Reha spielt das „biopsychosoziale Krankheitsmodell“ die wichtigste Rolle. Siehe ganzheitlich.
  • Kryotherapie


    Quelle: AOK Mediendienst
    Kryotherapie ist ein anderes Wort für Kältetherapie. Kälte hilft besonders bei entzündeten Gelenken. Sie lindert Schmerzen und verringert die Entzündung. Es gibt viele Methoden, die Kälte anzuwenden. Beispiele sind Eisbeutel, Stickstoff oder die Kältekammer.
  • KTL

    Abkürzung für Klassifikation therapeutischer Leistungen. Ein sehr wichtiges Buch für die Reha-Einrichtungen. Darin sind alle Therapieformen aufgezählt, die in der Reha vorkommen. Die KTL legt genau fest, wie oft und wie lange die Therapien mindestens stattfinden müssen. Die KTL können Sie sich im Internet anschauen.
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  • L

  • Lebensstil

    In der Reha sind damit Gewohnheiten gemeint, die sich auf die Gesundheit auswirken können. Ob man raucht oder nicht, was man häufig isst und trinkt, ob man sich viel bewegt oder meistens sitzt, wie man mit Stress zurechtkommt – all das kann uns gesünder oder kranker machen. Wer seinen Lebensstil verändern möchte, dem hilft die Reha dabei, zum Beispiel durch Nichtraucherkurse oder Ernährungsberatung.
  • Leistung

    Wenn die Rehaträger oder die Reha-Einrichtungen von „Leistung“ sprechen, meinen sie irgendetwas, was sie den Rehabilitanden Gutes tun. „Die Rentenversicherung gewährt Leistungen zur medizinischen Rehabilitation“ heißt nichts anderes als „die Rentenversicherung bezahlt die Reha“. Rehakliniken führen unter der Überschrift „Leistungen“ auf, was sie zu bieten haben. Zum Beispiel die Ausstattung ihrer Zimmer oder die vorhandenen Therapieformen.
  • Leitlinie

    Leitlinien sind Entscheidungs- und Orientierungshilfen für Ärzte im Behandlungsalltag. Sie geben Empfehlungen, wie bei der Diagnostik und Therapie von Krankheiten vorzugehen ist. Diese Empfehlungen sind so weit wie möglich evidenzbasiert, das heißt sie beruhen auf dem besten derzeit verfügbaren Wissen.
  • lokal

    Lokal bedeutet auf einen bestimmten Körperteil beschränkt. Beispiel lokale Kältetherapie: Nicht der ganze Körper wird abgekühlt, sondern nur ein Gelenk.
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  • M

  • Manuelle Medizin

    Hier dreht sich alles um die Hand des Arztes oder Physiotherapeuten. Er drückt damit auf Ihre Muskeln und andere Körperteile und will so herausfinden, wo die Probleme liegen. Die Therapie besteht aus weiterem kunstvollen Drücken, Reiben, Ziehen oder Bewegen. Chirotherapie und Osteopathie sind verwandte Methoden. Erfolge hat die manuelle Medizin vor allem bei Rückenschmerzen nachweisen können.
  • Massage

    Wenn es irgendwo wehtut, reiben wir die Stelle oder drücken darauf. Das macht der Masseur auch, aber natürlich als Profi mit ausgeklügelter Technik. Massagen finden viele ausgesprochen wohltuend. Darum ist die Massage sehr beliebt. Leider wirkt sie immer nur für kurze Zeit. Außerdem gibt es wichtige Muskeln, die der Masseur nicht erreichen kann, weil sie zu tief in unserem Körper verborgen sind. Darum spielt die Massage in der modernen Reha keine allzu große Rolle mehr. Die aktive Bewegungstherapie ist wichtiger.
  • MBOR

    MBOR ist die Abkürzung für medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation. Sie kommt zum Einsatz, wenn die Schmerzen durch die Arbeit schlimmer werden, ein Burnout droht oder es Stress mit Kollegen oder Vorgesetzten gibt. Es gibt Reha-Einrichtungen, die sich auf die Berücksichtigung beruflicher Problemlagen spezialisiert haben. Sie haben dazu passende Hilfen im Angebot. Zum Beispiel
    • Information und Beratung für berufliche Probleme
    • körperliches Training, das auf den Arbeitsplatz zugeschnitten ist
    • Schulungen, wie man Stress oder Mobbing am Arbeitsplatz begegnen kann
    Mehr über die MBOR steht hier.
  • McKenzie

    McKenzie ist eine Form der Physiotherapie. Sie passt sehr gut zur Reha, denn sie legt großen Wert darauf, dem Patienten beizubringen, wie er sich selbst behandeln kann. McKenzie-Übungen kann man einfach und überall ausführen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Sie ist bei Rückenschmerzen ebenso wirksam wie andere Methoden.
  • mediterrane Ernährung

    Auch Mittelmeerdiät genannt. Unter dieser Überschrift findet man Ratschläge für eine gesunde Ernährung. Dazu gehören: Oliven und Olivenöl, frisches Gemüse, Knoblauch und Zwiebeln, Fisch und Meeresfrüchte, Kräuter, Brot, Nudeln und Reis. Sie schützt vor Herzkrankheiten.
  • Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR)

    Arbeit und Gesundheit – das hängt oft zusammen. Werden Ihre Schmerzen durch die Arbeit schlimmer? Ist Ihre Arbeit besonders schwierig oder anstrengend? Droht ein Burnout? Gibt es Stress mit Kollegen oder Vorgesetzten? Dann ist die MBOR für Sie das Richtige. Das ist die Abkürzung für medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation. Viele Kliniken haben sich auf MBOR spezialisiert. Sie achten besonders darauf, berufliche Probleme zu erkennen, die der Gesundheit schaden könnten. Und sie haben dazu passende Hilfen im Angebot. Zum Beispiel
    • Information und Beratung für berufliche Probleme
    • körperliches Training, das auf den Arbeitsplatz zugeschnitten ist
    • Schulung, wie man Stress oder Mobbing am Arbeitsplatz begegnen kann
    Mehr über die MBOR steht hier.
  • medizinische Trainingstherapie


    Quelle: Mario Fox
    Abgekürzt MTT. Man trainiert Kraft und Ausdauer, meistens an Geräten. Aber nicht, um sich sportlich zu verbessern, sondern zur Linderung der Beschwerden. MTT ist in der Reha sehr verbreitet. Die Therapie ist anstrengend, aber wahrscheinlich eine der nützlichsten Therapien. Von Patienten oft „Muckibude“ genannt.
  • mental

    Mental bedeutet in Gedanken, in der Vorstellung, im Kopf. Mentales Training: Man trainiert bestimmte Bewegungen nicht wirklich, sondern stellt sie sich nur vor. Das hilft, wenn man üben will, sich anders zu bewegen als bisher. Zum Beispiel, wenn man sich angewöhnen will, mehr in die Knie zu gehen, anstatt sich zu bücken. Durch mentales Training wird man aber natürlich nicht kräftiger.
  • Mikrowellentherapie

    Mikrowellentherapie ist in der orthopädischen Reha eine Form der Wärmetherapie. Wie viel sie nützt, ist wissenschaftlich noch nicht ausreichend erforscht.
  • Mittelmeerküche

    Unter dieser Überschrift findet man Ratschläge für eine gesunde Ernährung. Dazu gehören: Oliven und Olivenöl, frisches Gemüse, Knoblauch und Zwiebeln, Fisch und Meeresfrüchte, Kräuter, Brot, Nudeln und Reis. Sie schützt vor Herzkrankheiten.
  • Mitwirkungspflicht

    Wer eine Reha machen will, muss dabei mithelfen, dass die Reha ein Erfolg wird. Wozu er verpflichtet ist, steht in einem Gesetz (Sozialgesetzbuch 1, Paragraphen 60 bis 67). Das sind die Pflichten: Man muss die nötigen Auskünfte geben, man muss persönlich erscheinen, man muss sich untersuchen lassen und man muss Therapien mitmachen. Aber nur, wenn es zumutbar ist. Wenn eine Untersuchung oder eine Therapie zum Beispiel sehr unangenehm oder schmerzhaft oder gefährlich ist, muss man nicht zustimmen. Ärzte sollen auch nichts anordnen oder verbieten, sondern nur vorschlagen und beraten. Wenn Sie über einen Vorschlag gut nachgedacht haben und ihn dann mit einem nachvollziehbaren Grund ablehnen, ist das in Ordnung. – Wenn Sie nicht tun, wozu Sie verpflichtet sind, kann der Chefarzt Sie nach Hause schicken. Sie müssen die Kosten für die Reha nicht bezahlen, höchstens die Fahrtkosten für die Rückfahrt. Aber wenn Sie später bei der Rentenversicherung oder bei der Krankenkasse irgendetwas beantragen wollen, wird es vielleicht abgelehnt. Der Träger sagt dann: „Sie haben Ihren Mitwirkungspflichten nicht genügt.“
  • Monitoring

    Ein Ablauf wird ständig überwacht. Dabei benutzt man ein technisches Gerät. Beispiel: beim Ergometertraining wird durch ein EKG überwacht, ob das Training für das Herz zu anstrengend ist.
  • Morbus

    Morbus ist lateinisch für Krankheit. Zum Beispiel Morbus Bechterew: Krankheit, die nach dem Arzt Bechterew benannt wurde.
  • MOTOmed Bewegungstherapiegerät

    Der MOTOmed Bewegungstrainer eignet sich besonders für Menschen mit Bewegungseinschränkungen. Es bewegt schonend Beine oder Arme. Es wird entweder passiv, motorunterstützt oder aktiv mit eigener Muskelkraft trainiert. Die Bewegungen sind rund und geführt, ähnlich wie mit dem Radfahren. Trainiert wird bequem vom Stuhl oder Rollstuhl aus oder liegend im Bett.
  • motorisch

    Motorisch meint alles, was mit Bewegung zu tun hat. Wenn man sich nicht richtig bewegen kann, hat man eine motorische Störung.
  • Motorschiene

    Motorschiene ist eine Therapie. In der orthopädischen Reha wird die Therapie oft angewandt, wenn man ein künstliches Knie erhalten hat. Das Bein wird auf die Schiene geschnallt, die Schiene bewegt sich von einem Elektromotor angetrieben. Dadurch wird das Kniegelenk immerzu gebeugt und gestreckt. Eine Motorschiene gibt es auch für die Arme. Die Motorschiene führt dazu, dass man das Gelenk ein kleines bisschen besser beugen kann.
  • MTT


    Quelle: Mario Fox
    Abkürzung für medizinische Trainingstherapie. Man trainiert Kraft und Ausdauer, meistens an Geräten. Aber nicht, um sich sportlich zu verbessern, sondern zur Linderung der Beschwerden. In der Reha ist MTT sehr verbreitet. MTT ist anstrengend, aber wahrscheinlich eine der nützlichsten Therapien. Von Patienten oft „Muckibude“ genannt.
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  • N

  • Nachsorge

    Die zeitlich begrenzte Rehabilitation in einer ambulanten oder stationären Einrichtung ist für einen Teil der Versicherten nicht ausreichend, um den Behandlungserfolg auch anhaltend aufrecht zu erhalten. Die Fachleute raten daher dringend, nach der Reha weiter zu trainieren. In der Reha können Sie lernen, welche Therapien für Sie in Frage kommen. Und Sie können herausfinden, welche davon Ihnen persönlich am meisten zusagen. Diese Therapien sollten Sie in irgendeiner Form fortsetzen. Damit man über lange Zeit dabeibleibt, ist es am besten, wenn man sich einer Gruppe anschließt, zum Beispiel in einem Sportverein oder einem Fitness-Studio. Die Rentenversicherung und die Krankenkassen unterstützen die Nachsorge ebenfalls. Darüber kann Sie die Reha-Einrichtung informieren. Bekannte Nachsorgeprogramme sind IRENA, Reha-Sport oder Funktionstraining.


  • Nichtrauchertraining

    Viele Raucher möchten eigentlich lieber aufhören. Das ist aber nicht so einfach. Falls Sie dabei Unterstützung wünschen: Viele Reha-Einrichtungen bieten ein so genanntes Nichtrauchertraining an. Dort lernen Sie Methoden kennen, wie man sich erfolgreich von seiner Sucht befreit.
  • Nordic Walking


    Quelle: Mario Fox
    Nordic Walking ist eine Therapie. Ein zügiges Gehen mit Skistöcken (aber ohne Skier). Nordic Walking wird von vielen zunächst belächelt. Wenn sie es aber tatsächlich ausprobiert haben, sind sie überrascht und begeistert. Ist auch gut als Nachsorge-Aktivität. Man kann Nordic Walking überall machen.
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  • O

  • Orthese

    Wenn ein Körperteil, den man zum Bewegen braucht, nicht richtig funktioniert, hilft manchmal eine Orthese. Typische Orthesen sind Korsetts, Kniebandagen oder Schienen, die man nachts anlegt. Orthesen stützen oder halten die Gelenke in der richtigen Stellung.
  • Orthopädietechniker

    Man trifft diesen Handwerker in manchen Rehakliniken an. Er stellt verschiedene medizinische Hilfsmittel nach Maß her.
  • Osteopathie

    Hier dreht sich alles um die Hand des Arztes oder Physiotherapeuten. Er drückt damit auf Ihre Muskeln und andere Körperteile und will so herausfinden, wo die Probleme liegen. Die Therapie besteht aus weiterem kunstvollen Drücken, Reiben, Ziehen oder Bewegen. Erfolge haben diese Methoden am ehesten bei Rückenschmerzen nachweisen können. Manuelle Medizin und Chiromedizin sind andere Namen für ähnliche Methoden.
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  • P

  • Parafango

    ist Fango mit Paraffin (einer Art Wachs) gemischt. Parafango ist in der Anwendung irgendwie praktischer, die Wirkung ist dieselbe. Siehe Fango.
  • Patientenschulung

    Wer krank ist, hat viele Fragen: Woher kommt das? Wie geht es weiter? Was kann man dagegen machen? Was muss ich selbst bedenken? Die Patientenschulung hat die Antworten. In kleinen Patientengruppen gehen geschulte Ärzte, Therapeuten und Berater auf Ihre Fragen ein. Wer gut Bescheid weiß, wird mit den Folgen seiner Krankheit besser fertig. Neben der Bewegungstherapie ist die Patientenschulung der wichtigste Teil der Reha. Mehr über die Patientenschulung steht hier.
  • Peloide

    Peloide sind verschiedene Arten von Schlamm. Beispiele sind Moor, Fango, Lehm, Heilerde. Sie werden für Packungen oder Bäder verwendet. Peloide wirken für kurze Zeit schmerzlindernd. Welches Peloid verwendet wird, ist eigentlich ziemlich egal. Die Wirkung auf die Schmerzen entsteht hauptsächlich durch die Wärme (oder Kälte).
  • PNF

    Abkürzung für propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation. Eine Form der Bewegungstherapie. Sie wird besonders bei neurologischen Krankheiten angewandt, zum Beispiel nach einem Schlaganfall. Ist auch bekannt für eine besondere Technik beim Dehnen der Muskeln und wird deswegen von Sportlern geschätzt. Wie viel sie in der Reha tatsächlich nützt, ist noch nicht besonders gut erforscht.
  • Prognose

    Die Prognose sagt, wie es mit einer Krankheit wohl weitergehen wird. Es ist wie beim Wetter: Die kurzfristigen Prognosen der Ärzte sind zuverlässig, die längerfristigen leider nicht.
  • propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation

    Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation ist eine Form der Bewegungstherapie. Abkürzung: PNF. Sie wird besonders bei neurologischen Krankheiten angewandt, zum Beispiel nach einem Schlaganfall. Sie ist auch bekannt für eine besondere Technik beim Dehnen der Muskeln und wird deswegen von Sportlern geschätzt. Wie viel sie in der Reha tatsächlich nützt, ist noch nicht besonders gut erforscht.
  • Psy-RENA

    Psy-RENA ist ein Nachsorge-Programm der Deutschen Rentenversicherung für Versicherte mit psychischer Erkrankung. Die in der Rehabilitation erlernten Verhaltensweisen und Strategien zur Konfliktbewältigung sollen im Rahmen von Psy-RENA weiter eingeübt und im Alltag umgesetzt werden. Die Nachsorge umfasst unter anderem Rollenspiele, Erfahrungsaustausch sowie Planung praktischer Aktivitäten und deren Umsetzung. Psy-RENA wird grundsätzlich in Gruppen von 8-10 Personen durchgeführt. In den Gruppen werden z.B. Probleme am Arbeitsplatz, Angst, Depression sowie Beziehungsprobleme besprochen. Einzelgespräche sind nur möglich, wenn kein Gruppenangebot in zumutbarer Entfernung für den Versicherten zustande kommt. Die Nachsorge muss spätestens innerhalb von drei Monaten nach Ende der Rehabilitation beginnen und innerhalb von 12 Monaten abgeschlossen sein. Die Nachsorge umfasst 25 Gruppengespräche (jeweils 90 Minuten). In der Regel erfolgen die Therapien einmal in der Woche als Doppelstunde.


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  • Q

  • Qi Gong


    Quelle: Mario Fox
    Qi Gong ist eine Bewegungstherapie. Beim Qi Gong werden langsame Bewegungen mit sehr viel innerer Achtsamkeit ausgeführt. Wie viel Qi Gong in der orthopädischen und rheumatologischen Reha tatsächlich nützt, ist wissenschaftlich noch nicht ausreichend untersucht.
  • Qualitätsmanagement

    Die Reha-Einrichtungen haben die Pflicht, sich ständig um eine gute Qualität ihrer Arbeit zu bemühen. Aber nicht irgendwie, sondern in einer geplanten und systematischen Weise. Die Einrichtungen müssen alle wichtigen Abläufe ausdrücklich regeln und die Ergebnisse überprüfen. Dazu gibt es viele Vorschriften, man kann sie im Internet ansehen. Wer es gut macht, bekommt ein Zertifikat (siehe zertifiziert).
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  • R

  • Raucherentwöhnung

    Viele Raucher möchten eigentlich lieber aufhören. Das ist aber nicht so einfach. Falls Sie dabei Unterstützung wünschen: Viele Reha-Einrichtungen bieten ein so genanntes Nichtrauchertraining an. Dort lernen Sie Methoden kennen, wie man sich erfolgreich von seiner Sucht befreit.
  • Reha-Sport

    Nach Abschluss einer von der DRV erbrachten Rehabilitation bietet die DRV als ergänzende Leistung Reha-Sport an. Die Teilnahme an Reha-Sport stellt eine weitere Möglichkeit dar, das Ziel der Rehabilitation zu erreichen und zu sichern. Reha-Sport umfasst Gymnastik, Leichtathletik, Schwimmen oder Bewegungsspiele. Ein Training an Geräten findet - mit Ausnahme bei Herzsportgruppen - nicht statt. Die Durchführung erfolgt in festen Gruppen mit einem Übungsleiter. Reha-Sport unterstützt die Verbesserung von Ausdauer und Beweglichkeit, den Muskelaufbau und die Stärkung des Selbstbewusstseins. Reha-Sport wird insbesondere für Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen, Atemwegserkrankungen und mit onkologischen Erkrankungen verordnet. Über die Notwendigkeit entscheiden die Ärzte in der Reha-Einrichtung. Sie stellen eine entsprechende Verordnung aus. Die Dauer einer Übungseinheit beträgt mindestens 45 Minuten. Reha-Sport wird von der DRV in der Regel bis zu 6 Monate, längstens bis zu 12 Monate erbracht.


  • Rehabilitand

    Wer eine Reha macht, ist ein Rehabilitand. Meistens nennt man Sie in den Reha-Einrichtungen immer noch Patient. Rehabilitand wäre aber besser, weil man gleich merkt: Reha ist etwas anderes als Krankenbehandlung. In der Reha geht es um Teilhabe. Wieder am normalen Leben teilnehmen können – das ist mehr, als nur gesünder werden. Zum Beispiel muss man manches lernen, damit man gut mit seiner Krankheit zurechtkommt.
  • Rehabilitationseinrichtungen

    Das sind die Einrichtungen, in denen die Reha stattfindet. Also Rehakliniken oder die ambulanten Rehazentren. Sie können sich unter bestimmten Umständen eine Einrichtung aussuchen, siehe Wunsch- und Wahlrecht.
  • Rehabilitationsträger

    auch Kostenträger oder Leistungsträger genannt. Sie bezahlen die Rehabilitation. Für Berufstätige ist das meistens die Rentenversicherung und für die anderen die Krankenkasse. Infrage kommen aber auch die Jugendhilfe, die Sozialhilfe, die Alterssicherung der Landwirte und andere.
  • Reisekosten

    Die Fahrt zur Reha-Einrichtung und zurück müssen Sie nicht selbst bezahlen. Die Kosten übernimmt der Reha-Träger. Es gibt aber Verschiedenes dabei zu bedenken. Deshalb lesen Sie bitte unbedingt das Merkblatt, das sie von ihrem Reha-Träger erhalten haben.
  • Reizstrom

    Darunter versteht man verschiedene Formen der Elektrotherapie. Zum Beispiel die transkutane elektrische Nerven-Stimulation, Abkürzung TENS. Dabei trägt man ein kleines Gerät am Körper. Es ist mit Elektroden verbunden, die dort kleben, wo es weh tut oder wo bestimmte Nerven verlaufen. Über die Elektroden schickt das TENS-Gerät elektrische Ströme durch den Körper. Das kann ein bisschen kribbeln, tut aber nicht weh. Es soll gegen Schmerzen helfen. Ob es das wirklich tut, weiß man noch nicht genau. Eine andere Reizstromtherapie ist die elektrische Muskelstimulation, Abkürzung EMS. Sie macht Muskeln kräftiger.
  • Risikofaktor

    Wenn Sie einen Risikofaktor haben, wächst die Gefahr, dass Sie krank werden. Es gibt viele Arten von Risikofaktoren. Es können Erbanlagen sein, ein hoher Blutdruck, schwache Muskeln, O-Beine, ein ungesunder Arbeitsplatz oder eigene Gewohnheiten. Siehe auch Schutzfaktor.
  • Risikoverhalten

    Sie können Ihre Gesundheit in Gefahr bringen – zum Beispiel indem Sie rauchen, sich ungesund ernähren, zu viel Alkohol trinken, sich kaum bewegen, riskante Hobbys pflegen und keine Ahnung haben, wie Sie mit dem ganzen Stress umgehen sollen. Die Reha kann Ihnen helfen, einen riskanten Lebensstil zu verändern. Dazu gibt es Patientenseminare und Einzelberatung.
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  • S

  • Schlingentisch


    Quelle: AOK Mediendienst
    Schlingentische ist eine Therapie. Der Körper hängt dabei ganz oder teilweise in Schlingen. Die Schlingen sind so eingestellt, dass Sie möglichst keine Schmerzen haben und sich ohne Anstrengung bewegen können. Es fühlt sich ein bisschen so an, als ob man im Wasser schwebt. Wie viel die Therapie mit dem Schlingentisch wirklich nützt, ist wissenschaftlich noch nicht ausreichend untersucht.
  • Schmerzbewältigung

    In der Reha wird viel gegen Schmerzen getan. Trotzdem kann es sein, dass ein gewisser Schmerz bestehen bleibt oder immer wieder kommt. Was dann? Man kann einiges tun, damit man den Schmerz, der sich nicht ändern lässt, besser erträgt. Zum Beispiel durch Ablenkung: Solange man etwas tut, was man gerne tut, was einen innerlich wirklich fesselt, was Konzentration erfordert – solange lassen sich Schmerzen sozusagen vergessen. In der Reha kann man diese und andere Methoden der Schmerzbewältigung lernen. Siehe Verhaltenstherapie.
  • Schutzfaktor

    Schutzfaktor ist das Gegenteil von Risikofaktor. Schutzfaktoren verringern die Gefahr, dass Sie krank werden. Oder sie helfen, trotz Krankheit ein zufriedenes Leben zu führen. Dazu gehören zum Beispiel: persönliche Überzeugungen („das schaffe ich schon“, „man muss dagegen angehen“) und Optimismus, gute Partner und Freunde, ein gutes Betriebsklima auf der Arbeit, gute Bildung und vieles andere. In der Reha kann man lernen, die eigenen Schutzfaktoren weiter auszubauen.
  • Schwerbehindertenausweis

    Menschen mit einer Schwerbehinderung können einen Schwerbehindertenausweis beantragen. Als schwerbehindert gilt man, wenn der Grad der Behinderung (GdB) 50 oder mehr beträgt. Mit dem Ausweis können notwendige Hilfen und Leistungen in Anspruch genommen werden. Menschen mit anerkannter Schwerbehinderung haben einen besonderen Kündigungsschutz, erhalten Zusatzurlaub oder Vergünstigungen bei der Besteuerung des Einkommens.
  • Sequenztraining

    Sequenztraining ist ein anderes Wort für das Kraftausdauer-Training an Geräten. In der Reha ist das Sequenztraining sehr verbreitet. Es ist anstrengend, aber wahrscheinlich eine der nützlichsten Therapieformen. Es wird oft auch medizinische Trainingstherapie genannt.
  • SGB

    Abkürzung für Sozialgesetzbuch. Für die Reha ist besonders das SGB IX (neun) wichtig. Es regelt die „Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen“. Paragraph 9 des SGB IX handelt von dem Wunsch- und Wahlrecht. Weitere wichtige Teile sind das SGB V (fünf) und SGB VI (sechs). Darin steht, was die Krankenversicherung und die Rentenversicherung tun muss und tun darf. Leider sind die Gesetze schwer zu verstehen. Deswegen ist es gut, dass es in den Reha-Einrichtungen Sozialpädagogen gibt. Die können die Gesetze erklären.
  • Sonderkostform

    Wenn Sie irgendetwas nicht vertragen können oder eine Diät brauchen: In den meisten Reha-Einrichtungen kann die Küche das berücksichtigen. Dann bekommen Sie eine Sonderkostform.
  • Sozialer Dienst

    Der Soziale Dienst steht dem Rehabilitanden als Gesprächspartner zur Seite. Er berät zum Beispiel über berufliche Verändungsmöglichkeiten und erforderliche persönliche Hilfen. Der Sozialdienst bezieht dabei alle Probleme (persönliche, familiäre, berufliche und finanzielle) mit ein, die mit der Krankheit zusammenhängen. Gemeinsam wird über die zukünftige Lebenssituation gesprochen. Ziel ist die schnelle Rückkehr in das berufliche und soziale Leben.

  • Sozialgesetzbuch

    Die Abkürzung lautet SGB. Für die Reha ist besonders das SGB IX (neun) wichtig. Es regelt die „Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen“. Paragraph 9 des SGB IX handelt von dem Wunsch- und Wahlrecht. Weitere wichtige Teile sind das SGB V (fünf) und SGB VI (sechs). Darin steht, was die Krankenversicherung und die Rentenversicherung tun muss und tun darf. Leider sind die Gestze schwer zu verstehen. Deswegen ist es gut, dass es in den Reha-Einrichtungen Sozialpädagogen gibt. Die können die Gesetze erklären.
  • Spacecurl

    Ein Spacecurl ist ein dreiachsiges Therapiegerät. Durch die eigene Bewegung bzw. Gewichtsverlagerung ist eine Bewegung in allen Ebenen des Raumes möglich. Das Therapiegerät wird für das Training der Wirbelsäule oder auch zur Therapie neurologischer Erkrankungen (wie z. B. Morbus Parkinson) eingesetzt. Durch die Bewegung darin soll die Muskulatur gekräftigt sowie die Körperwahrnehmung und die Koordination verbessert oder wiederhergestellt werden.
  • Stangerbad

    Das Stangerbad gehört zu den Elektrotherapien. Es wird auch Hydrogalvanisches Bad genannt. Der Patient liegt in einer mit Wasser gefüllten Badewanne. Durch das Wasser fließt elektrischer Strom. Aber keine Angst! Der Strom ist natürlich nicht so stark, dass er Ihnen schaden könnte. Das Bad wird häufig bei Ischias-Beschwerden eingesetzt.
  • Stemmführung nach Brunkow

    Stemmführung nach Brunkow ist eine Therapie. Sie kräftigt Muskeln in Beinen, Armen und Rumpf. Vorteil: Die Therapie kann man auch alleine ausführen. Wie viel diese Therapie in der Reha tatsächlich nützt, ist wissenschaftlich noch nicht ausreichend untersucht.
  • Stufenweise Wiedereingliederung

    Wenn man längere Zeit ernsthaft krank war, ist es gar nicht so leicht, wieder voll in die Arbeit einzusteigen. Darum gibt es die stufenweise Wiedereingliederung. Stufenweise heißt: Sie arbeiten zunächst nur wenige Stunden oder nur einzelne Tage in der Woche. Oder Sie machen nicht die ganze Arbeit, sondern nur das, was Ihnen leichtfällt. Allmählich steigern Sie sich dann. Das Ganze zieht sich über 6 Wochen hin. Wenn nötig sogar bis zu 6 Monaten. In dieser Zeit bekommen Sie Übergangsgeld oder Krankengeld. Die Arbeitgeber müssen einverstanden sein. Da sie keinen Lohn bezahlen müssen, Ihre Arbeitskraft also geschenkt bekommen, stimmen viele zu. Wenn Sie eine stufenweise Wiedereingliederung wünschen, sprechen Sie Ihren Arzt in der Reha-Einrichtung darauf an.
  • Stützapparat

    Stützapparat ist ein anderes Wort für Skelett. Dazu gehören die Knochen, der Knorpel, die Gelenke, die Bandscheiben und die Bänder. Der Stützapparat wird oft zusammen mit dem Bewegungsapparat genannt. So heißen die Körperteile, die man braucht, um sich zu bewegen. Das sind vor allem die Muskeln und Sehnen. Oft kann man lesen: „Die ABC-Klinik behandelt Krankheiten des Stütz- und Bewegungsapparates.“
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  • T

  • T-RENA

    T-RENA (Trainingstherapeutische Reha-Nachsorge) ist ein Nachsorge-Programm der Deutschen Rentenversicherung für Versicherte mit Beeinträchtigungen am Haltungs- und Bewegungsapparat. Im Rahmen der Nachsorge werden Beweglichkeit, Koordination, Kraft und Ausdauer trainiert. Schmerzen sollen gelindert werden und die Leistungs- und Belastungsfähigkeit der Versicherten gesteigert werden. Hierfür werden in offenen Gruppen von bis zu 12 Personen gerätegestützte Übungen durchgeführt. In der Regel umfasst die Nachsorge 26 Termine (jeweils 60 Minuten). Die Therapien werden zwei Mal pro Woche durchgeführt.


  • Tabakentwöhnung

    Viele Raucher möchten eigentlich lieber aufhören. Das ist aber nicht so einfach. Falls Sie dabei Unterstützung wünschen: Viele Reha-Einrichtungen bieten ein so genanntes Nichtrauchertraining an. Dort lernen Sie Methoden kennen, wie man sich erfolgreich von seiner Sucht befreit.
  • Teilhabe

    Eine chronische Krankheit ist nicht nur ein medizinisches Problem. Sie hat Folgen für das ganze Leben. Der ganze Alltag kann schwerer werden. Vielleicht muss man ein Hobby aufgeben. Oder man kann nicht mehr so gut arbeiten. Dann verdient man vielleicht weniger Geld. Man kann nicht mehr so richtig am normalen Leben teilhaben. Das Ziel der Reha ist es, Ihnen zu helfen, trotz Krankheit wieder am Erwerbsleben und normalen Leben teilzuhaben.
  • TENS

    Abkürzung für transdermale elektrische Nervenstimulation. Eine Form der Elektrotherapie. Man trägt ein kleines Gerät am Körper. Es ist mit Elektroden verbunden, die dort kleben, wo es weh tut oder wo bestimmte Nerven verlaufen. Über die Elektroden schickt das TENS-Gerät elektrische Ströme durch den Körper. Das kann ein bisschen kribbeln, tut aber nicht weh. Es soll gegen Schmerzen helfen. Ob es das wirklich tut, weiß man noch nicht genau.
  • TEP

    TEP ist die Abkürzung für Total-Endoprothese. Damit meint man in der orthopädischen Reha ein ganzes künstliches Gelenk. Beispiel: Wer eine Hüft-TEP hat, bei dem wurden Teile des Oberschenkels und des Beckens durch künstliche Teile ersetzt.
  • Terraintraining

    Wandern zu therapeutischen Zwecken. Tut gut!
  • Thalasso


    Quelle: AOK Mediendienst
    Ihre Reha-Einrichtung liegt am Meer? Dann bietet sie vielleicht Thalasso-Therapie an. Man benutzt alles, was das Meer so bietet: Kaltes oder erwärmtes Meerwasser, Meeresluft, Sonne, Algen, Schlick und Sand. Ob und wie viel es nützt, haben die Wissenschaftler noch nicht ausreichend untersucht.
  • Theraband

    Ein Theraband ist ein Latexband, das in der Physiotherapie für leichtes Krafttraining und zur Dehnung eingesetzt wird. Die Bänder können auch benutzt werden, um die Beweglichkeit zu verbessern. Das Theraband eignet sich hervorragend für den gelenkschonendes Muskelaufbau.
  • Therapiefrequenz

    Die Therapiefrequenz sagt, wie häufig man eine Therapie bekommt. Zum Beispiel 3 Mal in der Woche, 1 Mal pro Reha usw. Wie viel Sie von jeder Therapie mindestens bekommen sollen, steht in der KTL.
  • Therapiestandards

    Für einige chronische Erkrankungen hat die Deutsche Rentenversicherung Reha-Therapiestandards entwickelt. Sie beinhalten Vorgaben zur Rehabilitationsbehandlung, die auf wissenschaftlichen Ergebnisse beruhen und mit Experten abgestimmt wurden.

    Die Therapiestandards können Sie im Internet ansehen.
  • Thermal

    Thermal hat mit Wärme zu tun. Zum Beispiel Thermalbad: Bad mit warmem Wasser.
  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

    Hilft bei psychischen Störungen, zum Beispiel bei Depressionen oder Ängsten. Tiefenpsychologen glauben, dass psychische Störungen von Wünschen oder inneren Konflikten kommen, die man selbst nicht kennt oder versteht. Vielleicht, weil sie schon in der frühen Kindheit entstanden sind. Der Therapeut oder die Therapeutin hilft Ihnen dabei, sich selbst besser zu verstehen und zu klären, was Sie künftig anders machen wollen.
  • Triggerpunkte

    Triggerpunkte sind Punkte am Körper. Wenn man auf die Triggerpunkte drückt, kann es wehtun - und zwar ziemlich heftig, auch wenn man gar nicht so stark gedrückt hat. Das kann für eine Krankheit sprechen, zum Beispiel für die Fibromyalgie.
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  • Ü

  • Übergangsgeld

    Auch während der Reha laufen Ihre Unkosten weiter. Damit Sie nicht in Schwierigkeiten kommen, zahlt Ihnen die Rentenversicherung Geld – das so genannte Übergangsgeld. Übergangsgeld bekommt man aber nur, wenn man direkt vor der Reha Beiträge an die Rentenversicherung bezahlt hat. Ausnahme: Wenn man krankgeschrieben ist, reicht es, wenn man bis zur Krankschreibung Beiträge bezahlt hat. Wenn Sie krankgeschrieben sind, bekommen Sie sechs Wochen lang Ihr normales Gehalt weiter, und zwar von Ihrem Arbeitgeber. Das nennt man Entgeltfortzahlung. In der Zeit gibt es kein Übergangsgeld. Erst wenn die Entgeltfortzahlung ausgelaufen ist, erhält man direkt danach das Übergangsgeld. Es beträgt meistens 68 Prozent des letzten Nettoverdienstes, aber es gibt zahlreiche Sonderregelungen.
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  • U

  • Ultraschall

    Sehr hohe Töne – so hoch, dass man sie gar nicht hören kann. Mit Ultraschall erzeugt der Arzt Bilder aus dem Inneren unseres Körpers. Viele kennen die Untersuchung mit Ultraschall in der Schwangerschaft. Ultraschall ist aber auch eine Therapie. Durch den Schall vibriert es in unserem Körper, und es wird warm. Das soll gegen Schmerzen helfen. Ob es das wirklich tut, haben die Wissenschaftler noch nicht genug untersucht. Auf jeden Fall hilft Ultraschall gebrochenen Knochen, wieder zusammenzuwachsen.
  • Unterwassergymnastik


    Quelle: AOK Mediendienst
    Unterwassergymnastik ist eine Bewegungstherapie im warmen Wasser. Sie wird von vielen als angenehm empfunden. Denn manche Bewegungen fallen im Wasser leichter als im Trockenen. Eine wirksame Behandlung.
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  • V

  • Verhaltensmedizin

    Wer glaubt, bei Rückenschmerzen muss man sich schonen, der macht alles nur noch schlimmer. Das ist ein Fall für die Verhaltensmedizin: Durch unser eigenes Verhalten machen wir uns krank. Oder Krankheiten, die wir schon haben, machen wir schlimmer. Und umgekehrt: Durch unsere eigenes Tun können wir unsere Gesundheit stärken und dafür sorgen, dass unsere Beschwerden sich in Grenzen halten. Wenn wir unsere Gewohnheiten ändern, können wir gesünder werden. Wie Verhalten und Gesundheit zusammenhängen und wie man Menschen helfen kann, sich gesünder zu verhalten, damit beschäftigt sich die Verhaltensmedizin. Sie ist ein wichtiger Teil der Reha. „Verhaltensmediziner“ arbeiten mit psychologischen Methoden. Sie können verschiedene Berufe haben, zum Beispiel Physiotherapeut sein oder Psychologe.
  • Verhaltensmedizinische Orthopädie (VMO)

    Manche orthopädischen Reha-Patienten sind auch psychisch belastet. Ihre Stimmung ist gedrückt, sie machen sich große Sorgen oder müssen viel Grübeln. Das kann von der Krankheit kommen. Immer Schmerzen haben und sich schlecht bewegen können: Das zehrt an den Nerven. Dahinter können aber auch ganz andere Ursachen stecken, zum Beispiel Streit in der Familie. Und umgekehrt: Die belastenden Gefühle können sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Für solche Reha-Patienten gibt es an einigen Rehakliniken eine besondere Abteilung: die verhaltensmedizinische Orthopädie (Abkürzung VMO). Die VMO hat beides im Blick: die orthopädische Erkrankung und die psychischen Belastungen.
  • Verhaltenstherapie

    Die Verhaltenstherapie hilft bei psychischen Störungen, zum Beispiel bei Depression oder Ängsten. Dazu hat sie viele verschiedene Methoden. In der Reha kommen oft vor: Schmerzbewältigungstraining, Stressbewältigungstraining, Entspannungstraining. Meistens geht es darum, dass man etwas lernt: auf Schwierigkeiten klüger zu reagieren, das Grübeln zu stoppen, seine Gefühle zu beeinflussen. Verhaltenstherapeutische Methoden helfen wirklich. Das ist sehr gut erforscht.
  • VMO

    Abkürzung für verhaltensmedizinische Orthopädie. Manche orthopädischen Reha-Patienten sind auch psychisch belastet. Ihre Stimmung ist gedrückt, sie machen sich große Sorgen oder müssen viel Grübeln. Das kann von der Krankheit kommen. Immer Schmerzen haben und sich schlecht bewegen können: Das zehrt an den Nerven. Dahinter können aber auch ganz andere Ursachen stecken, zum Beispiel Streit in der Familie. Und umgekehrt: Die belastenden Gefühle können sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Für solche Reha-Patienten gibt es an einigen Rehakliniken eine besondere Abteilung: die verhaltensmedizinische Orthopädie. Die VMO hat beides im Blick: die orthopädische Erkrankung und die psychischen Belastungen.
  • Vorgeschichte

    Die Krankheiten, die man bisher hatte. Wie sie entstanden und verlaufen sind, wie sie behandelt wurden. Ärzte nennen die Vorgeschichte auch Krankengeschichte oder Anamnese.
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  • W

  • Wackelbrett

    Das Wackelbrett besteht aus einem Brett, das auf der Unterseite mit einem Keil versehen ist. Dieser Keil sorgt während der Übungen für die nötige Instabilität, die durch den Körper und den Gleichgewichtssinn ausgeglichen werden muss. Das Training mit einem Wackelbrett stärkt zahlreiche Muskelgruppen und trainiert die Koordination und den Gleichgewichtssinn.
  • Walking

    Walking ist eine Therapie. Zügiges, sportliches Gehen. In der Reha meist als Nordic Walking.
  • Wärmetherapie

    Wer kennt sie nicht, die Wärmflasche. Wärme wirkt oft schmerzlindernd. In der Reha gibt es viele ausgeklügelte Methoden, zum Beispiel warme Bäder und Packungen oder Formen der Elektrotherapie. Leider wirkt die Wärme nur für kurze Zeit. In der modernen Reha wird die Bewegungstherapie als wichtiger angesehen.
  • Warmwasserbewegungsbad

    Das Warmwasserbewegungsbad ist so ähnlich wie ein Schwimmbad. Meistens nur so tief, dass man noch darin stehen kann. Recht warm, 30 Grad oder mehr. Im Bewegungsbad gibt es verschiedene Therapien, zum Beispiel Unterwassergymnastik oder Aquajogging.
  • Weichteile

    Bestimmte Körperteile. Dazu gehören Fett, Muskeln und das Bindegewebe.
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  • Z

  • Zertifiziert

    Viele Rehakliniken werben damit, dass sie „zertifiziert“ sind. Genau genommen ist nicht eine ganze Klinik zertifiziert, sondern nur ihr Qualitätsmanagement. Das bedeutet: Unabhängige Fachleute haben dem Qualitätsmanagement der Klinik ein gutes Zeugnis gegeben. Wie die Fachleute dabei vorgehen, dazu gibt es verschiedene Methoden. Man erkennt sie daran, wie das Zertifikat heißt, zum Beispiel QMS-REHA, IQMP, DEGEMED, KTQ, Gütesiegel „Medizinische Rehabilitation in geprüfter Qualität“. Ab Oktober 2012 dürfen die Rehaträger eine Rehaklinik nur noch belegen, wenn sie zertifiziert ist. – Für ambulante Reha-Einrichtungen gilt dies bisher nicht. Sie brauchen zwar ein Qualitätsmanagement, es muss aber nicht zertifiziert sein.

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